Lazarettstadt

Dieses Gebäude wurde 1877 als Volksschule erbaut. Nachdem die Schule 1910 ein neues größeres Gebäude erhielt, wurde hier 1911 eine ländliche Haushaltungsschule eingerichtet. Vom Schwesternorden der Vincentinerinnen geleitet, wurde diese Schule 1935 aus politischen Gründen geschlossen und stattdessen 1938 eine Gewerbliche Berufsschule eröffnet.

Volksschule

Ende 1944 wurde das Gebäude für ein Reservelazarett geräumt und mit 80 Betten belegt.

Zwei andere Lazarette gab es im Stadtgebiet bereits seit Kriegsbeginn: das Tuberkulose-Lazarett in Ried, heute 'Medizinische Fachklinik Ried', sowie ein Allgemeines Lazarett im früheren Reichsbahn-Waisenhort, heute 'HumboldtInstitut'.

Zeitweilig befanden sich über 1000 Verwundete in den Lindenberger Lazaretten. Die über hundert Kriegstoten aus den Lazaretten, die in Lindenberg beerdigt waren, wurden im Mai 1954 auf den Ehrenfriedhof Schwäbele-Holz bei Sonthofen überführt.

Nach dem Krieg zunächst Berufsschule, dann Hauptschule, ist die heutige Antonio-Huber-Schule das Sonderpädagogische Zentrum des Landkreises.

 

Erinnerung Stadtgeschichte 2010