Kriegswirkungen

Die Stadt hat im Zweiten Weltkrieg keine Zerstörungen erlitten, auch die Französische Besatzung (1945-48) verlief zivilisiert. Lindenberg hatte aber 380 Gefallene und Vermisste zu beklagen. Dies war fast jeder dritte Mann im Fronteinsatz. Auch als Lazarettstadt erfuhr Lindenberg das Leid des Krieges.

 

Als Auswirkung des Krieges ist die Einwohnerzahl stark angestiegen. Lebten im Jahr 1939 noch 5412 Menschen in Lindenberg, so stieg die Bevölkerung bis 1956 auf 7913 Einwohner an.

Davon gehörte jeder sechste zu den 1195 Flüchtlingen, die sich in Lindenberg dauerhaft niedergelassen hatten und mit zum Aufschwung in der Nachkriegszeit beitrugen.

 

 

 

Auch die Evangelische Gemeinde ist in dieser Zeit stark angewachsen.

Genügte der evangelischen Gemeinde vor dem Krieg - im fast rein katholischen Lindenberg - ein bescheidener Betsaal, so zeigt der Bau der Johanneskirche und des zugehörigen evangelischen Gemeindezentrums im Jahr 1955 auch hier einen deutlichen Wandel in der Bevölkerungsstruktur.

 

Erinnerung Stadtgeschichte 2010