Wegbereiter für die Bahn waren vor allem der Strohhutfabrikant Konrad Reich und der Käsegroßkaufmann Aurel Kohler sowie Joh. Ev. Keller, der bis 1884 Bürgermeister war und dann als Abgeordneter diesen Landtagsbeschluss wesentlich befördern konnte.
Ab Inbetriebnahme bot sich mit sechs Zugpaaren eine gute Fahrgastverbindung zum Schnellzug-Bahnhof Röthenbach. Eine weitere Verbesserung brachte 1936 die Eröffnung des Haltepunkts „Eisenbahn-Waisenhort". Kindererholungen spielten damals eine ebenso wichtige Rolle wie die legendären „Kraft-durch-Freude"-Züge, die große Urlauberströme ins Westallgäu beförderten. Im Fahrplan 1939 pendelten z.B. 16 Zugpaare. Das auflebende Busangebot Ende der 50er-Jahre führte 1966 zur Einstellung des Schienenpersonenverkehrs. Der verbleibende Schienengüterverkehr endete 1993.
Das Bahngelände ist Teil des im Jahr 2010 eröffneten Stadtparks; auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft heute der interkommunale Radweg von Scheidegg nach Röthenbach.




