Kulturpreis der Stadt

Bei der Preisverleihung werden Erinnerungen ein an bedeutendes Theaterprojekt wach.

Um die Bedeutung der Hutstadt Lindenberg zu unterstreichen, hat der Geschichts- und Museumsverein Lindenberg die Idee entwickelt, eine Epoche bzw. eine bedeutende Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts in besonderer Weise zu würdigen.

Die Firma Ottmar Reich, über viele Jahre die größte und bedeutendste Hutfirma in Lindenberg, wurde im Jahre 1838 gegründet.Ottmar Reich wurde am 1. Februar in Motzgatzried (Pfarrei Grünenbach) geboren. Im Jahr 1854 heiratete er in zweiter Ehe Theresia Fässler aus Goßholz. Im Bewusstsein der Menschen unserer Zeit ist diese bedeutende und couragierte Frau weitgehend in Vergessenheit geraten.

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes (1872) hat sie die Firma nicht nur weitergeführt sondern bis zu ihrem Tod (17.12.1894) zum größten Unternehmen in Lindenberg gemacht. Neben vielen anderen Aufgaben war sie Mutter von drei Söhnen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es für eine alleinstehende Frau schier unmöglich (ohne die bis dato dominante Männerwelt) wichtige Entscheidungen zu treffen. Mit Klugheit, Beharrlichkeit und enormem Fleiß gelang es ihr dass sich das Hutimperium ihres verstorbenen Mannes zu einem modernen Unternehmen entwickelte.

Ein Stück Lindenberger Stadtgeschichte spannend inszeniert von Helmut Wiedemann und Marieluise Wiedemann. Mit Schauspielern aus der Region, aufgeführt auf dem Hutmuseumsplatz veranlasste die Stadt den Kulturpreis 2019 an den Autor, Gerd Zimmer, Weiler zu vergeben. Gerd Zimmer hat mit mit dem Stück "Theresia Reich - Die vergessene Frau" wie auch mit "Dr. Anton Schneider", Aufführung 2015 in Weiler erfahren, dass die Menschen wieder großes Interesse zeigen was die unmittelbare lokale- oder regionale Geschichtsentwicklung unserer Heimat angeht. Die hohen Besucherzahlen haben das bewiesen, auch die im Anschluss entstandenen Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern haben das gezeigt.

Der Geschichts- und Museumsverein bedankt sich an dieser Stelle mit einem großen, "Vergelts Gott"  bei alle Sponsoren, die uns finanziell unterstützt haben.

Auch ihnen verehrtes Puplikum gilt unser Dank, das sie uns mit ihrem Besuch die Ehre erwiesen haben.

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