´s Kappele zu unserer lieben Frau

Die Geschichte der Marienkapelle „zu unserer Lieben Frau“ reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Sie dürfte die erste Kirche gewesen sein, mit der Lindenberg 1275 eine eigene Pfarrei wurde . Die Glocke mit der Jahreszahl 1549 ist die älteste Glocke Lindenbergs.

Liebfrauenkapelle - 1917

Die Geschichte der Marienkapelle „zu Unserer Lieben Frau“ reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Sie dürfte die erste Kirche gewesen sein, mit der Lindenberg 1275 eine eigene Pfarrei wurde . Die Glocke mit der Jahreszahl 1549 ist die älteste Glocke Lindenbergs. Die Figur der Muttergottes mit dem Jesuskind im neugotischen Altar von 1863 wurde um 1510/20 gefertigt. Marienwallfahrten gehen hier bis ins 15. Jahrhundert zurück und schon 1556 wurde ein Kaplanei-Benefizium gestiftet. Die äußere Form erhielt die Kapelle wohl nach dem 30jährigen Krieg: Als 1636 die Schweden die Aureliuskirche und den Pfarrhof niederbrannten, wurde zunächst die Liebfrauenkapelle als Ersatz für die zerstörte Pfarrkirche ausgebaut und erweitert. 1943 sollte die Kapelle nach Vorgabe des damaligen NS-Bürgermeisters Vogel zu einer großdeutschen Kriegergedächtnistätte umgewandelt werden. Stadtpfarrer Mathias Preckle gelang es durch eine geschickte Verzögerungstaktik dieses Vorhaben schlußendlich zu verhindern. An Maria Lichtmeß 1951 wurde von Stadtpfarrer Joh. Ev. Götz der neue Tabernakel geweiht. Seitdem wird hier jeden Mittwoch um 8.30 Uhr die hl. Messe gefeiert. 1978 wurde unter Stadtpfarrer P. Ferdinand Raba die Kapelle renoviert. Seitdem präsentiert sich die Kapelle wieder als kirchliches Kleinod in Lindenberg.

Erinnerung Stadtgeschichte 2011

 

Hans Stiefenhofer, Kapelle zu Unserer Lieben Frau in Lindenberg in:

Aus vergangenen Tagen Band 1,   Band 4