Rathaus (Bau 1905 -1907)

Der Rathausbau wurde 1905 auf der „grünen Wiese" begonnen. Bei über 3800 Einwohnern hatte die Marktgemeinde bis dahin noch kein Rathaus.

Der Bankier Theodor Sattler, verheiratet mit der Witwe des Löwenwirts, schenkte dazu 1903 der Gemeinde das notwendige Grundstück aus dem Besitz der Löwenwirtschaft. Er handelte dabei als „Investor" und ist zur Erschließung durch den Bau der nachmaligen 'PrinzLudwig- Straße' in Vorleistung getreten. Damit und mit der späteren 'Villen'-Bebauung an der 'Rathausstraße' wurde zum bisherigen Ortskern an der Aureliuskirche die Bildung eines zweiten städtebaulichen Mittelpunkts in Lindenberg eingeleitet.

Unter Bürgermeister Josef Fehr stellte die Gemeinde 1905 bei der Regierung ein Gesuch zur Einführung der Städtischen Verfassung. 1907, mit dem neuen Rathaus und nach einem Besuch von Prinz Ludwig, dem späteren König Ludwig III, wurde diesem Gesuch zum 1.1.1908 huldvollst stattgegeben. Mit der neuen Gemeindeverfassung trat als erster rechtskundiger Bürgermeister Hans Alois Schmitt aus Würzburg an die Spitze der Gemeinde, die er dann zielstrebig zur Stadterhebung 1914 führte.

 

Erinnerung Stadtgeschichte 2010

Hans Stiefenhofer, Aus vergangenen Tagen:

Band 5 - Das Lindenberger Rathaus