Post & Bahn

Mit dem Bahnhof Röthenbach erhielt das Westallgäu 1853 Anschluss an die Eisenbahnlinie Nürnberg - Lindau. Dies bewirkte ein Aufblühen von Gewerbe und Handel, besonders in der Strohhutfertigung.

Der Landwirt und Fuhrunternehmer Xaver Schneider ist bis Anfang der 1950'er Jahre der Postillion für die Auslieferung der Paketpost.

1862 erhält Lindenberg wegen der vielen Strohhutfrachten eine eigene Postexpedition. Diese befand sich vorher in Weiler. Die Steigerungsraten in Lindenberg waren beachtlich: Mit bis zu 400 Postpaketen täglich rückte die Poststelle von 1883 bis 1888 von Platz 135 auf Platz 80 in Bayern vor. 1874 erhält Lindenberg eine Telegraphenstation. 1904 bezieht das Postamt ein eigenes Gebäude an der Bahnhofstraße.

Ab 1901 konnten mit der neuen Lokalbahn die sperrigen Strohutkartons wesentlich leichter und schneller zur Eisenbahn-Hauptlinie in Röthenbach transportiert werden. Im selben Jahr erhielt Lindenberg wegen der weltweiten Im- und Exporte von Strohgeflechten bzw. Hüten auch ein eigenes Zollamt.

Die Lokalbahn wurde 1993 stillgelegt. Das Zollamtsgebäude stand bis 2005. Das Postamt wurde 2007 auf eine Postagentur im Kaufmarkt reduziert.

 

Erinnerung Stadtgeschichte 2010