Pferdehandel

Der Aufstieg Lindenbergs aus einem unbedeutenden Dorf begann mit dem internationalen Pferdehandel von Norddeutschland nach Italien, für Lindenberg erstmals erwähnt im Jahr 1617.

Hans Georg König, seit 1674 „Rösslewirt", knüpfte Handelsbeziehungen bis nach Sizilien. Mit der Einrichtung einer Beschlagstation wurde Lindenberg fortan zur Drehscheibe für Pferdetransporte nach Italien. Hier wurden die Pferde für die weite Reise nach Mailand, Turin, Florenz, aber auch bis Rom und Neapel, ausgestattet. Der Pferdehandel, und in dessen Gefolge die Strohhutherstellung, waren die praktischen Säulen der Marktwerdung 1784.

Die letzten großen Pferdeunternehmer Lindenbergs waren die Gebrüder Antonio, Martino und Gebhard Huber, spätere Nachkommen des Rösslewirts und sesshaft in Mailand bzw. Neapel und Hannover.

Als Wohltäter ihrer Heimatgemeinde wurden sie 1897 zu Ehrenbürgern ernannt. Antonio und Martino haben zusammen mit ihren Eltern eine gemeinsame Grabstätte (Bild) an der Südwand der Aureliuskirche

 

Erinnerung Stadtgeschichte 2010

 

Hans Stiefenhofer, Aus vergangenen Tagen:

Band 1 -  Wohltäter ihrer Heimatgeschichte

Band 5 - Signore Martino Huber und seine Brüder