Stadtgeschichten

Lindenberg kann eine bemerkenswerte Entwicklung vorweisen. Ursprünglich ein kleines, unbedeutendes Dörflein, später Markterhebung, schließlich Stadt und heute wirtschaftliches Zentrum des Westallgäus.
Wer mit wachen Augen durch die Stadt geht, kann diesen Werdegang nachvollziehen. Zeitzeugen aus Holz und Stein, Denkmale und viele bauliche Details geben Aufschluss über die Vergangenheit.
Der Verein will dieses kulturelle Erbe in Wert setzen, den Erhalt fördern, das Bewusstsein in der Bevölkerung schärfen. 

Ein stadtgeschichtlicher Rundgang war ein Projekt des Geschichts- und Museumsvereins. An knapp zwei Dutzend Stellen in der Stadt weisen Erinnerungstafeln auf geschichtliche Themen hin, die für das Leben und die Entwicklung Lindenbergs maßgeblich waren.

Die Stadtpfarrkirche, Dom des Westallgäus, findet sich dort genauso wie die Lazarettstadt, Pferdehandel, s'Bähnle, s'Kappele oder die Geldstadt. 

Begonnen hat das Projekt mit einer „Geschichtsinstallation“ im Aussichtsturm auf dem Nadenberg zum 50. Jahrestag des ersten Familien-Feriendorfs der Stiftung Hilfswerk Berlin am 15.05.2010.

Für Inhalt und Gestaltung zeichneten sich vor allem Dr. Georg Grübel und Werner Budzinski, gestorben am 13.05.2015, verantwortlich.

Für diesen stadtgeschichtlichen Rundgang muss das Haus nicht unbedingt verlassen werden. Sie haben hier die Möglichkeit online in die Geschichte Lindenbergs einzutauchen. 

Chronik 2016

Westallgäutag und vieles mehr

Tätigkeitsbericht 2016

Mitgliedertreffen

Am 21.01., 19.04., 21.07. (Jahreshauptversammlung) und 20.10. fanden Mitgliedertreffen statt, die u.a. als Plattform zum Austausch über stadtgeschichtliche Themen dienten.

 

Exkursionen

Am 19.04. führte Pfarrer Leander Mikschl durch die Stadtparrkirche.

 

Am 28. 08. fuhren Mitglieder und Interessierte zur Zisterzienserabtei Wettingen Mehrerau. Frater Damjanovic vermittelte den Teilnehmern eindrucksvoll die Geschichte der Abtei, der Barockbibliothek und gab einen Einblick in das Leben der Mönche.

 

Am 26.11. wurde von unserem Mitglied Maria Lobo Wiest eine historische Waldseeführung durchgeführt, die bei den Teilnehmern großen Anklang fand.

 

Homepage

Die Vereins-Homepage wurde grundlegend technisch überarbeitet und grafisch neu gestaltet. Sie bietet wieder zahlreiche Informationen für alle stadtgeschichtlich Interessierten.

 

Stadtfest

Im Rahmen des Stadtfestes wurde den vielen Besuchern die Stadtentwicklung an Hand einer Gegenüberstellung “Lindenberg gestern und Heute“ verdeutlicht.

 

Treffen der Ortsheimatpfleger

Die zweite Vorsitzende nahm an den regelmäßigen Veranstaltungen der Ortsheimatpfleger des Landkreises Lindau teil und nutzte die Treffen zum Knüpfen eines Netzwerks.

 

Arbeitskreis Urkataster

Der Arbeitskreis “Urkataster“ trifft sich in regelmäßigen Abständen. Die Arbeitsergebnisse werden im Internet und auf Bannern beim Stadtfest 2017 präsentiert.

 

Westallgäutag

Der Verein beteiligte sich am Westallgäutag und legte für diese Veranstaltung eigens eine DVD auf.

 

Interaktive Vortragshoschtube

In den Jahren 2010/2012 wurden in Lindenberg u. a. mit Unterstützung des Geschichts- und Museumsvereins über 20 thematische Erinnerungstafeln angebracht.

Dr. Grübel griff das Thema im Rahmen einer Veranstaltung der VHS auf.

 

Heimatkunde

In Lindenberg wurde im Frühjahr 1926 auf Initiative von Leonhard Kleinle ein „Arbeitsausschuß für die Lindenberger Heimatkunde“ gebildet. Vorstand war Bürgermeister Dr. Meier, Schriftführer Martin Koelbl. Mitarbeiter waren neben Leonhard Kleinle die Herren Geistlicher Rat Joh. Ev. Egger, Josef Reich, Michael Ohmayer, J. Adolf Schwarz und Oskar König. Dieser Arbeitsausschuss war dann Herausgeber der „Lindenberger Heimatkunde“, die seit Dezember 1925 als  Beilage im Lindenberger Tagblatt erschien. Die Kopfleiste dazu wurde von Kunstmaler Otto Keck gestaltet.

Die „Lindenberger Heimatkunde“ erschien in derselben Form bis zum März 1934, allerdings ab Mitte 1933 als Beilage des Westallgäuer Tagblatts. Dies war eine Folge der erzwungenen Fusion des Lindenberger Tagblatts (Verlag Jacobi in Lindenberg) mit dem Westallgäuer Tagblatt (Verlag Holzer in Weiler). Die „Lindenberger Heimatkunde“ ging ab April 1934 in der Beilage „Westallgäuer Heimatblätter“ auf, die seit 1921 bis heute im Verlag Holzer erscheint.

(Quelle: HANS STIEFENHOFER: Lindenberger Heimatkunde, Aus Vergangenen Tagen, Band1, S. 12/13)

Die „Lindenberger Heimatkunde“ ist im Stadtarchiv Lindenberg einsehbar:

 

Stadtarchiv: Brennterwinkel 4, Stadtarchiv(at)lindenberg(punkt)de

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Britta De Jans
 

Dankenswerterweise haben Franziska Möschel und Marlies Braun die Inhaltsverzeichnisse der „Lindenberger Heimatkunde“ als ‘Findbuch‘ in eine rechnerlesbare Form gebracht:

Inhaltsverzeichnis zum Download (PDF)

Zeitzeugen im Gespräch

In den letzten Jahren haben Marieluise Wiedemann und Norbert Mayer etliche Lindenberger interviewt, die über ihre Kindheit, ihre Jugend und ihren Lebensweg in dieser Stadt erzählten.
Ursprünglich waren diese Interviews für den Lindenberger Jubiläumsfilm "Lenes Tagebuch" gedacht, was aber dann doch den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte.
Stattdessen wollen wir die gut 30 Lindenberger und Lindenbergerinnen an dieser Stelle zu Wort kommen lassen.

Lesen Sie weiter auf der externen Seite:

http://www.lindenberg100.de