Lindenberg war Teil dieses Gerichtsbezirks. Zu einem Gerichtsbezirk gehörte eine „Gerichts"-Apotheke. Eine solche wurde 1807 in Weiler eröffnet. Seit 1862 ist dies dort die „Hummelsche Apotheke".
Ab dem Jahr 1868 bemühte sich Lindenberg mehrfach um eine eigene Apotheke. Aber alle Ansuchen wurden von der Bezirksregierung in Augsburg abgelehnt. Erst 1886 erreichte der damalige Reichstags- und Landtagsabgeordete Joh. Ev. Keller, dass in Lindenberg wenigstens eine Filiale der Hummelschen Apotheke errichtet werden konnte. Keller war von 1860 bis 1884 Bürgermeister in Lindenberg.
Nach dem Krankenhausbau 1899 und einer seit 1868 mehr als verdoppelten Bevölkerungszahl wurde eine selbständige Apotheke dringlich. Diese eröffnete 1904 hier in diesem damals erbauten repräsentativen Gebäude. Die Hummelsche Filialapotheke wurde in eine Drogerie umgewandelt.
Erinnerung Stadtgeschichte 2010
