Ausrichtung des Westallgäu Tages

Die Stadt Lindenberg wurde für 2016 zur Ausrichtung des Westallgäu Tages vom “ Eglofser Gericht“  bestimmt. 

Die Teilnahme des Geschichts- und Museumsverein Lindenberg war ein großer Erfolg. Es wurde ein Teil der Postkarten-Sammlung von Karl Staudter als Dia-Show gezeigt. Alle Aufführungen im vollbesetzten Raum der Museumspädagogik, wurden von Franziska Möschel und Helmut Wiedemann moderiert. 

 Gerichtsbarkeit Eglofs

 Schon im Jahre 1243 haben sich die Eglofser Bauern von der gräflichen Herrschaft des Hartmann von Grüningen durch Zahlung von 1000 Mark Silber kölnisch Gewichts losgekauft. Im Jahre 1282 erhielten die Freien von Eglofs die Lindauer Stadtrechte, waren damit nur dem Kaiser unterstellt und hatten auch eine eigene Gerichtsbarkeit. 

So der erste Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Eglofs und des Heimatbundes Allgäu, Karl Stiefenhofer, seit 15 Jahren wird der “Gerichtstag“  wieder abgehalten. Das, was die Freien Bauern von Eglofs damals schufen, ist nicht nur für ihn so wertvoll, dass man unbedingt daran erinnern sollte. Dreimal im Jahr tagte das Gericht. Aschermittwoch, Pfingsten und Martini kam man zusammen, um Streitigkeiten zu beseitigen und ab dem 16. Jahrhundert wurde als zweite Gerichtstätte Schönau erwähnt. Das Gericht auf dem Buch bei Schönau war zuständig für die Freien, die sich zwischen Pfänder und Oberstdorf angesiedelt hatte. Mit dieser Art der Rechtssprechung hat der „Gerichtstag Eglofs“ nur noch bedingt zu tun. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist jeweils die Überreichung des Westallgäuer Heimatpreises, einer von Bernhard Schnetzer geschaffenen Skulptur in Bronze, die in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen wurde.