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Lindenberger Straßennamen erzählen

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Otto-Keck-Straße


Die <Otto-Keck-Straße> verbindet die Straße „Am Wäldele“ mit der „Jägerstraße“.


Die Straße ist benannt nach dem bekannten „Allgäuermaler“ Otto Keck, der von 1906 bis 1935 als „Adler“-Wirt in Goßholz lebte. Otto Keck wurde geboren am 20. März 1879 in Oberstaufen und ist gestorben am 8. April 1948 in Immenstadt.


Die folgenden Lebens- und Schaffensdaten und die Bilder sind entnommen aus dem Buch: Kunst und Künstler in Lindenberg 1900 bis 2000, 33. Westallgäuer Kunstausstellung 1999, S. 58, 59:


Bis 1888       Besuch der Volksschule in Oberstaufen und der Sonn- und Feiertagsschule in                      Blaichach

1888-1891   Besuch der Fortbildungsschule in Mindelheim, die Lehrer empfehlen dem

                    Vater, einem Metzgermeister und Gastwirt, das Mal- und Zeichentalent seines                     Sohnes zu fördern, der für ihn jedoch den Metzgerberuf vorsieht

1891            Übersiedlung der Familie nach Untermaiselstein, Umzug nach Weiler und                     Übernahme des Gasthofs „Zur Krone“ und der Metzgerei

1895-1896   Militärzeit beim Leibregiment München, erhält erstmals die Möglichkeit,                     Gemäldegalerien und Ausstellungen zu besuchen und Künstler kennen zu lernen.

1899-1904   Forsteleve beim Grafen Rechberg auf Schloss Elkhofen bei Grafing in Oberbayern,                     befreit vom ungeliebten Metzgerberuf widmet er sich intensiv seiner künstlerischen                     Selbstausbildung

1900-1910  Briefwechsel mit Franz von Defregger, der ihn bestärkt, Künstler zu werden

1902           Tod der Mutter, die innerhalb der Familie das künstlerische Talent ihres Sohnes                    durch Anerkennung ermutigte

1904           Heirat mit Kreszentia Mauch, Gastwirtstochter aus Weiler, Übernahme der                    Weinwirtschaft „Zum Anker“ in Überlingen, Geburt des Sohnes Paul

1906           Übernahme der Gastwirtschaft „Goldener Adler“ in Goßholz

1906-1935  konzentriert sich ganz auf die Malerei, da seine Frau die Gastwirtschaft führt.                    Ausstellungen seiner Bilder im Glaspalast in München

[1932         besucht Kronprinz Ruprecht von Bayern Otto Keck in Goßholz und würdigt besonders                   dessen Bilder von Charakterköpfen]

1935          Umzug nach Immenstadt, erhält von der Stadt ein Baugrundstück geschenkt,   um ihn in                   die Stadt zu holen, sein Sohn Paul übernimmt den „Goldenen Adler“ in Goßholz.


Gedächtnisausstellungen: 1949 Kempten, 1973 Immenstadt, 1983 Weiler, 1987 Kempten



Selbstbildnis im Atelier, 1921                         

Straßenansicht in einem Gebirgsdorf, 1913

GG 3/2013